Hundetraining 1

Heute war dass erste mal richtig Hundetraining. Ein ausführliches (3 Stunden!) Vorgespräch hatte_n ich_wir schon. Ich habe mich für eine Hundetrainerin entschieden die auch zum Netzwerk „Trainieren statt dominieren“ gehört. Silke Gramann von und mit hundeFAIRstand.

Ich war schon nach dem ersten Gespräch von meiner Wahl überzeugt 🙂

Heute also nun die erste Trainingseinheit. Wir haben zwei Sachen trainiert.
1. Das hoch heben und (später) tragen im Geschirr.
2. Konditionierte Entspannung.

zu 1) Warum eine Tragegeschirr? Natürlich wegen der HD. Dita ist nicht so der Fan vom hoch heben (es sein denn sie will auf mein Bett). Wenn wir losgehen. bekommt man sie war relativ schnell auf den Arm, am Ende der Gassi Runde ist es allerdings immer ein kleiner „Kampf“. Sie ist „leider“ sehr schlau und weiß, wo sie sich unten hinsetzen muss, damit ich nicht gut an sie ran komme 😉
Dadurch ist dass auch alles eher negativ belegt.

Meine Trainerin hatte daher die Idee, entweder eine Kiste zum tragen zu verwenden oder so ein Geschirr. Kiste fand ich zwar erst toll, aber da Dita kein Schoßhund ist, hätte so eine Kiste eine gewisse Größe haben müssen. Und dann hätte ich mich beim Treppen steigen einfach nicht mehr sehr sicher gefühlt. Daher empfinde ich das Geschirr als gute Lösung.

Was werde ich also üben? Erst mal, Dita mit Leckerlie so auf das Geschirr locken, dass sie schon mal gut steht und ich das Geschirr hoch heben kann (sprich, ihre Beine müssen in den entsprechenden Löchern stehen). Dann Ankündigung des Hochhebens durch (in meinem Fall) „Hoch!“, dann heben, dann Markerwort (Top!) und dann Leckerlie (während sie in der Luft ist). Da muss man sich auch als Mensch erst mal koordinieren. Die Belohnung erfolgt in der Luft, weil sie da ja ausharren muss. Ich muss ihr also das Gefühl, keinen Boden unter den Füßen zu haben, schmackhaft machen.

Während dass Positionieren beim dritten Versuch schon sehr gut klappte, ist das „Schweben“ in der Luft nicht ihr Favorit. Aber daher übt man ja auch und stopft dass Tier nicht einfach in das Geschirr und läuft los.

Hinterher hat sie ziemlich gehechelt. Wir waren uns nicht sicher, ob dass nun vor Aufregung war oder ob es in Bezug auf die HD doch eher schlecht ist. Ich werde dies nächste Woche in der Tierklinik direkt erfragen.

zu 2) Zu konditionierter Entspannung hatte ich schon was gelesen, war mir aber nicht ganz sicher wie das geht und was es soll.

Es gibt zwei Arten, Aktive und Passive.
Bei der passiven Variante sagt man sein Wort (in meinem Fall: Pause) wenn der Hund entspannt irgendwo liegt (ohne dass Mensch ihn anfasst). Bei der aktiven Variante nutzt man Kuscheleinheiten. Man hört mit streicheln auf, sagt das Wort, 1 Sekunde Pause damit es im Hundehirn ankommt, dann weiter streicheln/kuscheln. Das kann wohl auch mit Gerüchen oder Musik (Klassik!) eingeübt werden.

Sinn und Zweck ist es, den Hund in stressigen Situationen (Tierarzt) oder in Situationen in denen er stark abgelenkt ist (Buddeln) für ein paar Sekunden einfach runter zu bringen und so wieder für Kommandos o.ä. empfänglich zu machen.

Ich werde jetzt also fleißig mit Dita üben!

Ich möchte auch erwähnen, dass es nett ist, wenn man als Hundehalterin gelobt wird. 😀 Also nicht von Dita, sondern meiner Trainerin 😉 Ich kann damit leider nicht gut umgehen, aber ich freue mich trotzdem sehr darüber (auch wenn ich das nicht so zeigen kann).

Veröffentlicht in Training | Hinterlassen Sie einen Kommentar

Hüftprobleme sind doof

Ohne Haustiere geht es nicht, schon im September (genauer am 10.09) ist daher Dita bei mir eingezogen. Eine der Hauptkriterien war allerdings dass sie mit den Ratten klar kommt.

Dita ist eine Straßenhündin, das Tierheim übernimmt immer mal wieder Tiere aus der Auslandsvermittlung.
Die Dame hat lange nach einem zu Hause gesucht, obwohl sie klein, lieb und wuschelig ist wollte sie keiner. Der Grund ist einfach, sie hat schwere Hüftdysplasie. Und dass im geschätzten Alter von ca. 3,5 Jahren.

Ja und genau diese HD macht ihr gerade sehr zu schaffen. Um genau zu sein, die Arthrose die dadurch in ihren Knien aufgetaucht ist. Sie bekommt gerade das zweite Schmerzmittel. Ich war vor zwei Wochen schon bei meiner TÄ, weil sie humpelte. Dann wollte ich diesen Freitag eigentlich nur zur Nachkontrolle, da fing sie doch Donnerstag wieder mit humpeln an. Ein Röntgenbild bestätigte dann die vermutete Diagnose von Arthrose.

Leider kann man nicht viel machen, außer Schmerzmitteln.

Was ich allerdings überlege ist, eine OP die sich Denervation/Denervierung nennt. Dabei wird der schmerzleitende Nerv zertrennt. Dass hilft zwar weder gegen die HB noch die Arthrose, aber auf jeden Fall gegen die Schmerzen. Dadurch aber auch gegen Entlastungshaltungen. Und die Mobilität wird erhöht. das hat zur Folge dass der Trainingszustand der Hunde verbessert wird. Wobei Dita momentan gut bemuskelt ist 🙂
Die OP selber scheint gar nicht so aufwendig zu sein und der Erfolg tritt quasi sofort ein.

Trotz allem machte mir meine TÄ keine Hoffnung auf ein langes Leben meines Wuschels. 🙁 Ich hoffe aber dass es nicht stimmt. Ich habe nie erwartet, dass sie noch 10 Jahre lebt, aber es wäre nett wenn sie nicht ein Hund mit der Lebenserwartung einer Ratte ist…

Immerhin habe ich ja schon vorgesorgt und damals einen Buggy gekauft, den man sowohl am Fahrrad anbringen kann oder als Hundewagen benutzen kann.
dita

Veröffentlicht in Krankheit | Hinterlassen Sie einen Kommentar

This is the end!

Nach über 10 Jahren Rattenhaltung, habe ich am 5. Dezember meine letzten beiden Damen in ein neues zu Hause nach München gebracht. Dort können sie nochmal in ein Rudel kommen. Den Beschluss mit der Rattenhaltung aufzuhören hatte ich bereits Ende 2014 getroffen. Eigentlich hatte ich schon mindestens 2 Jahre lang immer mal wieder drüber nachgedacht. Eine der Hauptgründe ist sicherlich meine Allergie gegen die Nasen. Ich habe mich die letzten Jahre immer mit Cetirizin gedopt, dass ging dann schon. Schlimm war es eigentlich nur beim putzen, danach habe ich meist so 20 Minuten gebraucht, bis ich wieder gut Luft bekommen habe. Die Kontaktallergie sah zwar immer schlimm aus und hat gejuckt, aber das war auch schnell wieder weg.

Ein weiterer Grund ist, und ich hätte das nie gedacht, der häufige Verlust. Als meine erste Ratte (Isen) eingeschläfert wurde, war ich am Boden zerstört und war gefühlt eine Woche lang nur am heulen. Mit der Zeit wurde es dann besser, ein Tag Trauer dann war es gut. Es war auch so, dass der Verlust zwar furchtbar traurig war, aber es war auch meist der Zeitpunkt neuen Notfallnasen ein neues zu Hause zu bieten. In den letzten Jahren hat mich jeder Tod einer Ratte sehr mitgenommen. Irgendwie wurde es wieder schlimmer, ich hatte irgendwie geglaubt dass tatsächlich so was wie „Routine“ rein kommt. Ich weiß, es hört sich furchtbar an. Aber es wäre hilfreich gewesen. Ich tat mich viel schwerer als früher mit Entscheidungen wann euthanasiert wird, ich habe es aber nie raus gezögert. Nur die Entscheidung zu treffen fiel schwerer.

Mit dem Auszug meiner letzten drei Pflegejungs werde ich den Kaskadendom abbauen, die Rattensachen ausmisten und keine Ratten mehr bei mit beherbergen. Mit der Rattenvermittlung höre ich vorerst nicht auf. Ich mag das Tierheim Erlangen und möchte die Leute dort einfach weiter unterstützen. Aber meine Zeit als Rattenhalterin ist einfach vorbei, ich habe damit abgeschlossen.

Nie werde ich bereuen wie viel Nerven, Tränen und Geld mich die Fellkugeln in den letzten 10 Jahren gekostet haben. Sie waren es mehr als wert! Ratten sind und bleiben die besten Haustiere für Berufstätige. Und für Leute die intelligente und putzige Tiere suchen. Die Tiere lieben die erst so richtig aufdrehen wenn sie in einem größeren Sozialverband leben. Die gerne beschäftigt werden, die bei allem immer ihren eigenen Kopf haben werden. Ratten sind die perfekte Mischung aus Hund und Katze!

Veröffentlicht in Allgemein | 2 Kommentare

Faraday ?? – 14. Juli 2015 | Juno Juli 2013 – 24. August 2015 | Agatha ?? – 10. November 2015

Remember Me

To the living, I am gone.
To the sorrowful, I will never return.
To the angry, I was cheated,
But to the happy, I am at peace,
And to the faithful, I have never left.
I cannot be seen, but I can be heard.
So as you stand upon a shore, gazing at a beautiful sea – remember me.
As you look in awe at a mighty forest and its grand majesty – remember me.
As you look upon a flower and admire its simplicity – remember me.
Remember me in your heart, your thoughts, your memories of the times we loved,
the times we cried, the times we fought, the times we laughed.
For if you always think of me, I will never be gone.

Margaret Mead

Veröffentlicht in Regenbogenbrücke | Hinterlassen Sie einen Kommentar