Femurkopfresektion – 8 Wochen später

Ach, es war die letzten Wochen manchmal recht deprimierend. Das Hundetier konnte einfach nicht ohne Schmerzmittel laufen. Drei Versuche das Mittel abzusetzen endeten immer damit, dass sie, sobald das Schmerzmittel komplett vom Körper abgebaut war (meist so 38-40 Stunden nach der letzten Gabe) sie nur noch auf drei Beinen liege.
Ich bin dann mit ihr nochmal zum operierenden Arzt nach Nürnberg gefahren. Das Gangbild mit Schmerzmitteln war okay, auch das hin- und herbewegen des Beins erbrachte nichts. Das Knie ist etwas locker und das Bein ist etwas O-beinig, aber dass liegt scheinbar am Abbau der Muskelmasse. Alles in allem konnte er also nichts feststellen, was meine Beobachtungen irgendwie erklären konnte. WIr haben dann nur das Schmerzmittel gewechselt.

Vor zwei Wochen hatte Dita dann ihren ersten Physiotherapie Termin. Laut Lehrbuch ist es nach dieser Art von OP nicht zwingend nötig und auch der Arzt hat beim zweiten Termin nichts in diese Richtung gesagt. Aber deswegen schadet es ja nicht. Außerdem war ich ziemlich deprimiert, dass Dita Schmerzmittel braucht, obwohl ich die OP doch habe machen lassen, damit genau dass nicht mehr der Fall ist.

Also Physio. Ich muss vielleicht ehrlich dazu sagen, dass ich Physiotherapie im Sinne von Muskelaufbau/Massage/Übungen sehr sinnvoll finde, bei sogenannten „alternativen Behandlungsmethoden“ aber sehr skeptisch. Deshalb fingen wir natürlich mit genau so was an 😉 Erst Magnetfeldmatte und danach Flächenlaser. Nichts davon hat eine wirklich wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung.
Danach dann der erste Versuch Frau Dita auf das Unterwasserlaufband zu bekommen. Ich kann sagen, sie findet Wasser nur so mindertoll. Beim ersten mal, stand sie einfach nur drin. Mit Wasser bis knapp unter dem Bauch. Entspannt war anders. Aber nach einiger Zeit des rum stehens, hat sie sich dann merklich entspannt.

Tja… ob Glaube oder nicht, zwei Tage nach der Physio ging es ihr besser. Und nein, ich bilde es mir nicht ein, es ist nicht wie bei Globulis die Verhaltensveränderungen bewirken sollen, und dass meist eintritt weil sich auch die Tierbesitzer_innen anders verhalten. Sie ist merklich besser gelaufen, sie war aktiver und fröhlicher. Sie war mehr wie vor der OP (wie sehr sie dass nicht mehr war, fiel mir aber so richtig auch jetzt erst auf).

Den Tag vorm zweiten Physiotermin habe ich dann die Schmerzmittel abgesetzt. Ansonsten das gleiche Programm, nur dass wir diesmal das Laufband angemacht habe. Erst ist sie ein Stückchen mitgefahren und mit festhalten und einigem hin und her ist sie sogar dass erste Mal auf dem Wasserlaufband gelaufen. Sie stand zwar als kleine Kurve da, aber laufen ist laufen.

Aber seit dem braucht sie keine Schmerzmittel mehr. Ich bin sehr froh! Und sie hat den einen Tag auch mal ihre Rumflitzphase gehabt. Hundehalter_innen werden es kennen, wenn der Hund plötzlich im Affenzahn 5 Runden um einen dreht 😀 Es ist so lustig und sie hat das schon ewig nicht mehr gemacht. Auch läuft sie wieder viel mehr am Stück, setzt sich weniger ab und läuft auch wieder schneller. Heute hat sie fast schon wieder gebuddelt. Und auch wenn mich das buddeln eigentlich nervt, bin ich froh, dass sie es wieder macht.

Letztendlich war die OP dann doch die richtige Entscheidung, auch wenn es bei ihr lange gedauert hat und wir Physio machen müssen. Morgen haben wir den 3. Termin, mal schauen wie viele wir machen. Ich würde den Mai wohl noch komplett machen (also noch mind. 4 Termine).

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